Archiv f√ľr den Monat: August 2018

Lasergravierer

Vorab! ¬†Die Nutzung solch eines Lasers geschieht auf eigene Gefahr hin! Ich √ľbernehme keine Haftung f√ľr die unsachgem√§√üe Benutzung des Ger√§tes und dadurch entstandene Sch√§den!¬†

 

Zusatz: ¬†Im Text schreibe ich mal lasern und mal drucken. Das¬†liegt an mir, weil ich 3D Drucker habe und zu bl√∂d bin lasern von drucken unterscheiden zu k√∂nnen beim Schreiben von Beitr√§gen ūüôā

 

 

Lasergravierer:  NEJE DK Р8 РKZ 1000mW

Verpackung:

Gut verpackt kam der Laser bei mir an. In dem Karton befindet sich der Laser eine Box mit Zusatzmaterial, sowie einer Anleitung.

Der Laser selber ist mit einer Schutzfolie verpackt, zudem besitzt er einige Transportsicherungen die das Druckbett und den Laser selber beim Transport sch√ľtzen. F√ľr einen Laser der 100‚ā¨ Klasse nicht schlecht.

Zusatzmaterial: 

In der kleinen Pappschachtel befindet sich allerlei Hilfsmaterial. Da sind Holzpl√§ttchen drin zum Bedrucken, ein schwarzer Stift, zwei br√§unliche Pappscheiben, eine gr√ľnliche lichtdurchl√§ssige Fokussierhilfe, Netzkabel als USB Version sowie ein USB Kabel zur Verbindung mit und zum PC hin sowie Gummiringe als Ersatz f√ľr die Halterung des Druckobjekts auf dem Druckbett. ¬†Eine CD mit Software und eine Anleitung in englischer Sprache runden das Zubeh√∂rpaket schon gut ab. Aber noch etwas ist dabei! Eine durchsichtige gummiartige Antirutschhilfe f√ľr das Druckbett. Dickere Objekte, die nicht mit den Haltegummies festgehalten werden, k√∂nnen zus√§tzlich mit diesem Antirutschpad fixiert werden. Recht praktisch finde ich. Das Pad ist so in der Art wie man die Pads vom Auto her kennt, wo sich Handy, Schl√ľssel, Parkm√ľnzen etc auf einer Gummiauflage auf dem Armaturenbrett mit fixieren lassen.

Der Laser:

Hat man den Laser¬†ausgepackt, sieht man wie klein der ist mit seinen ca. 200 x 200 x 200mm. ¬†Gro√ü Wissen muss man weiter nichts, es gibt eine Schutzscheibe f√ľr den Laser, die vorne mit zwei Magneten eingeh√§ngt wird. Das ist ungemein praktisch, es dr√§ngt sich aber auch die Frage auf nach dem: ¬†„Warum ist der Rest des Druckers rundherum offen wie ein freies Feld?“ ¬†Wissen die Laserstrahlen das sie nur nach vorne gehen d√ľrfen??

Nein, wissen sie nicht, hier wurde wohl etwas gespart. Ein paar Euros mehr und ein paar weitere solcher magnetischen Scheiben, ¬†meinetwegen auch undurchsichtig in schwarz, h√§tten der Sicherheit wegen schon etwas Gutes! ¬† Ich glaube nicht, dass das Ger√§t hier so zugelassen w√§re ohne den Rundumschutz….

Die Technik ist interessant. Da wurden alte(?) CD oder DVD-Laufwerke zerlegt und die Mechanik f√ľr den Laser und das Druckbett verwendet. ¬†Da zeigt auch gleich einen Nachteil auf, dessen man sich bewusst sein muss vor dem Kauf!!! Die Druckgr√∂√üe ist bedingt durch den kleinen Bewegungspielraum der umgebauten Laufwerke gerade mal so 40 x 40 mm.

Anschluss:

Angeschlossen wird der Laser mit dem bekannten USB-Druckerkabel an den PC. Software gibt es erstmal nur f√ľr Windows, wobei ich gesehen habe, dass es wohl auch f√ľr OSX was geben soll. Neben dem Datenkabel muss auch ein weiteres Kabel mit einer USB-buchse auf der einen und einem runden Netzanschluss auf der anderen Seite angeschlossen werden. Der Laser ben√∂tigt ein nicht beigelegtes 2A USB-Netzteil. ¬†Beide USB-Kabel w√ľrde ich NICHT(!!!!) an den PC anschlie√üen, da dieser auf seinen USB-Ports meist nur max. 500mA liefert. Ich wei√ü nicht wie gut die Anschl√ľsse so abgesichert sind, aber damit k√∂nnte man sich auch neben dem Laser gleich seinen PC „schrotten“

Also gilt: Unbedingt ein separates 2A USB-Netzteil zur Stromversorgung verwenden! 

Ich habe so eines genommen: Aukru USB Stromadapter 5V 2000mA – hier kaufen –

Software:

Die Software selber ist recht einfach. Man verbindet den Laser und kann aus einer Masse an Vorlagen ein Bild w√§hlen oder man zieht es per Drag&Drop in die mittlere Fl√§che hinein. Rechts lassen sich verschieden Punkte einstellen. Mit Effekt A und Effekt B wird das Druckbild angepasst. Da der Laser nur rein schwarz/weiss unterst√ľtzt, werden die Bilder hier entsprechend angepasst und schattiert um druckbar oder besser nachher auch sichtbar zu sein. ¬†Die Position des Drucks l√§sst sich verschieben und ein Text kann hinzugef√ľgt werden. Mit den Symbolen unter den Richtungspfeilen wird der Laser eingeschaltet und zeigt mit einem Lichtstrahl auf dem Werkst√ľck an wo er drucken wird. So lassen sich Anpassungen schnell erledigen. Mit dem Klick auf Beginnen rennt der Laser los!!! ¬†ALSO VORSICHT! ¬†Erst die Schutzscheibe¬†anbringen bevor gedruckt wird!! Und eine Schutzbrille verwenden! s.u.¬†

Ganz unten l√§sst sich mit einem Regler die Intensit√§t des Laser einstellen. Eigentlich ist der Laser immer gleich stark, es wird hier einfach die Brenndauer gesetzt. Da muss man etwas experimentieren mit um ein Gef√ľhl zu bekommen, welches Material welche Brenndauer ben√∂tigt.

Wenn die Schutzscheibe angebracht ist, kann fast schon „gedruckt“ werden. Jedoch zuerst noch sollte der Laser fokussiert werden. Dazu legt man auf das zu bedruckende Objekt eines der mitgelieferten dunklen Pappbl√§ttchen auf, nimmt die gr√ľne Fokussierhilfe zur Hand und schaut durch das gr√ľne Glas auf den Lichtpunkt. Am Laser befindet sich ein silberner Kopf der gedreht werden kann. Hiermit stellt man den Leuchtpunkt so ein, dass er punktuell die kleinste Fl√§che anzeigt, die sich einstellen l√§sst.

Jetzt kann wirklich gedruckt werden doch vorher noch ein Ratschlag:

Ich empfehle dringend den Kauf einer zus√§tzlichen Schutzbrille!!!¬†Ob die, die ich gekauft habe, jetzt gut genug ist, wei√ü ich leider nicht. Laserschutzbrillen werden meist nach Laserklassen und Wellenl√§nge des jeweiligen Lasers verwendet. (Da k√∂nnte man ¬†sicher einen eigenen Beitrag von machen…..)

Hat man eines der mitgelieferten Sperrholzplättchen in den Laser gelegt, den Druck gestartet, so sieht man wie dieser jetzt das Bild in das Holz brennt.

Das YouTube Video zeigt den Laser bei der Arbeit.

Anbei noch ein paar Bilder von gelaserten Teilen:

Die 50 und die 37 auf den Bildern mit dem Pferd stehen jeweils f√ľr meine verwendete Brenndauer in Millisekunden.

 

Fazit: 

Die Ausdrucke können sich sehen lassen!  Ich weiß noch nicht so recht was ich damit jetzt groß mache, aber der Anfang ist gemacht. Lasern lassen sich Holz, dickes Papier, Leder und auch Kunststoff. Diesen aber nicht in allen bekannten Sorten. Muss man halt probieren. Metall sowie durchsichtige oder klare Objekte lassen sich nur schwer oder wenn nur mit Tricks beschriften. Da gehe ich jetzt nicht näher drauf ein.

Es ist ein nettes Spielzeug. Aber auch eines mit einem gewissen Grad an Gef√§hrlichkeit! F√ľr Kinder halte ich das Ger√§t f√ľr absolut nicht geeignet. Es ist ein Laser und der brennt alles ab, was ihm gerade passend vor seinen Fokus kommt. Da macht er auch beim Augenlicht nicht halt!!! ¬†Wer sich so ein Ger√§t kauft, der muss wissen was er macht!

Ordnungsgemäß verwendet mit eine Schutzbrille und das Gerät vorher eingehaust und gesichert, kann man damit schön und sehr einfach gravieren! Kaum ein anderes elektronisches Gerät lässt sich so einfach in Betrieb nehmen und benutzen.

Sprachlos bin ich einfach auch beim Preis. F√ľr je nach Anbieter um die 100‚ā¨ herum bekommt man ein Ger√§t, das einfach macht wozu es gedacht ist.

Und weiter ohne Worte bin ich beim Thema Sicherheit. Den Laser nur mit einer(!) Schutzscheibe auszuliefern und den Rest rundherum offen zu lassen, grenzt schon fast an Vorsatz…Ich kann nur empfehlen die Seiten und oben(Achtung! Auf genug L√ľftung achten!) zu verschlie√üen. Meinetwegen mit schwarzen Acrylplatten, oder man stellt eine geschlossene gro√üe Kiste √ľber den Drucker. Sonst w√ľrde ich den nicht einfach so betreiben, denn zu schnell schaut man unbedacht von einer der offnen Seiten in den Laser. ¬†Der mag ja sein Licht nicht so streuen, je nach Material, aber wer es doch mal mit Metall versucht, der bekommt eine Streustrahlung vom Feinsten ab! Von daher schon geh√∂rt der Laser komplett eingehaust.

Ach ja, ich wurde gefragt ob der stinkt. Gute Frage. Wenn ich Holz oder dickes Papier laser, dann riecht es nach verbranntem Holz. Bildlich gesprochen so wie bei einem Kamin, wo man loderndes Holz riecht. Unangenehm fand ich das jetzt nicht, wie gesund das ist m√∂chte ich aber auch nicht wissen. Genug gel√ľftet sein sollte der Raum wo gelasert wird dann doch wohl.

Wer ihn kaufen möchte:  Hier klicken zum Angebot.

Laserschutzbrille

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Mein Beschriftungslaser ist im Zulauf. Und f√ľr diesem m√∂chte ich zus√§tzliche Schutzbrillen haben. Mit den Brillen ist das so eine Sache. Die gibt es in Abh√§ngigkeit der Laserwellenl√§nge zu kaufen und diese hier sind preislich erstmal ein Schn√§ppchen.

Sch√∂n ist, die Gl√§ser sind sehr gro√ü und umschlie√üen das Auge gut. Zus√§tzlich haben sie verstellbare B√ľgel um die L√§nge selbiger anzupassen. Damit sollten die Schutzbrillen¬†so ziemlich jedem passen.

Wie gut sie letztendlich wirklich sind, auch vom Schutzfaktor her, da kann ich jetzt nicht viel zu sagen. Das werden die Tests zeigen.

Hinweis: Ich werde den Laser nicht offen! benutzen. Er wird bei mir eingehaust werden, so kann ich zwar nicht sehen wie der Laser schreibt, aber das ist mir die Sicherheit in jedem Fall wert!!!

3D-Drucker Firmware aktualisieren

Vorwort: 

Um die Firmware, die ich selber erstellt habe, einfach auf den Drucker zu laden, gibt es mehrere Wege.

Es gibt einfache und kompliziertere Wege eine Firmware auf den 3D-Drucker zu bekommen. Wer seine Firmware selber anpasst, der kann sie z.B. √ľber die Arduino-Entwicklungsumgebung auf den Drucker laden.

Dazu ben√∂tigt man jedoch einiges an Wissen, da es sich hierbei quasi um den Quellcode handelt welcher √ľbersetzt wird und dann auf den Drucker geschrieben wird. F√ľr Anf√§nger und Einsteiger ist diese Methode, auch wenn sie nicht so kompliziert ist wie man jetzt denken k√∂nnte, weniger geeignet.

 

Teil 1:  

Das, was jede Methode gleich hat, mit welcher auch immer eine neue Firmware auf den Drucker geschrieben wird, ob wie oben als Quellcode oder wie hier gleich als HEX-Datei, zuerst muss der Drucker mit dem PC √ľber das USB-Kabel verbunden sein. ¬†Das ist allerdings nicht alles. Schlie√üt man den Drucker an den PC an, f√ľr einen MAC gilt das auch, dann findet der PC sehr gerne eine neue Hardware die er oft (nicht immer) mit einem Fehler quittiert, da ein Treiber nicht gefunden werden konnte.

Hierzu m√∂chte ich ein wenig weiter ausholen. Der Drucker nutzt USB zur Daten√ľbertragung, intern allerdings wird √ľber den USB Anschluss nur ein serieller Anschluss virtuell bereitgestellt. Das kennt der ein oder andere vielleicht noch von fr√ľher. Da gab es (gibt es auch heute noch, nutzt man nur nicht mehr bewusst so) serielle Ports wie COM-1 und COM-2 usw. Genau so eine Art Port ben√∂tigt der Drucker und der Treiber stellt auf dem PC so einen Port zur Verf√ľgung.

Der Geeetech A10 benötigt z.B. einen FTDI Treiber. Den bekommt man hier: http://www.ftdichip.com/Drivers/D3XX.htm 

Andere Drucker können auch andere Treiber benutzen, das hängt ab von dem USB-Controller der auf dem Mainboard im Drucker eingebaut wurde. Gängig sind CH340 Treiber. Da muss leider etwas gebastelt und der ein oder andere Treiber mal ausprobiert werden, ob er mit dem eigenen System funktioniert. Wenn der Treiber funktioniert, dann meldet sich der Drucker im Gerätemanager unter den seriellen Verbindungen mit einem COM-Port.  Bei mir hier meldet der A10 sich als COM5.

 

Teil 2: 

Um jetzt eine Firmware √ľber den Com5-Port auf den Drucker zu laden, wird ein weiteres Programm ben√∂tigt, welches als freie Version geladen werden kann. Das Programm nennt sich XLOADER und ist hier zu finden: ¬†http://russemotto.com/xloader/

Das Paket entpacken und die Anwendung xloader.exe aus dem entpackten Ordner starten. Hier ist keine Installation n√∂tig. Damit wird auch der eigene PC nicht weiter zugem√ľllt.

Mit diesem Programm laden wir die Firmware hoch. ¬†Das HEX-File f√ľr den Geeetech A10 l√§sst sich hier laden: ¬†https://www.thingiverse.com/thing:3063754

Oben wird jetzt angegeben wo der XLOADER das HEX-File findet. Auf dem Desktop z.B. oder wo auch immer es abgelegt wurde.

Ganz wichtig, bei Device muss Mega(ATMEGA2560) ausgewählt werden.

Bei COM-Port wird nun der Port angeben, auf dem wie oben erklärt, der Drucker zu finden ist. Bei der Baudrate muss man etwas spielen. 115200 ist ein Standardwert. Wenn es nicht funktioniert bitte auch 250000 oder 57600 ausprobieren.  Das hängt jetzt von der schon auf dem Drucker installierten Firmware ab, mit welchem Parameter der Drucker auf COM5 hört.

Mit Klick auf Upload wird die Datei auf den Drucker geladen, der Drucker wird neu gestartet und die Firmware sollte jetzt aktiv sein. Meine Firmware verwendet 250000 als Baudrate (so nennt sich das) zur Kommunikation f√ľr zuk√ľnftige Updates.

 

Das war es eigentlich schon. Mit einem HEX-File ist das Update am Einfachsten. Andere Varianten √ľber den Quellcode oder eine BIN-Datei funktionieren nat√ľrlich auch, sind aber gerade f√ľr den Einsteiger nicht so leicht zu durchschauen. Da ist mehr Frust als Spa√ü beim 3D-Druck angesagt. Deswegen habe ich auch das Verfahren mit HEX-Files genutzt.