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WLAN – Wetterstation

Hier habe ich eine WLAN-Wetterstation gebaut. Ziel war es die Wetterdaten per Browser im internen Netzwerk abrufen zu können.

Angeschlossen wird der BME-280 am D1-Mini mit 4 Anschlusskabeln. VCC, GND, SLC und SCA. Über die Adresse 0x76 kann er angesprochen werden. Das Programm zum Ausprobieren im eigenen Netzwerk ist unten verlinkt. Im Programmcode muss noch das jeweils eigene WLAN-Zugangskennwort und der WLAN-Name eingetragen sein.

Teile:
1. D1-Mini Computer   –   hier kaufen
2. BME-280 Sensor   –  hier kaufen
3. Stromversorgung: Netzteil 2A, für viele Dinge nutzbar! 

D1 – MINI
BME-280

 

 

 

 

 

 

 

Ruft man im Browser die IP auf so zeigt die Wetterstation ihre Daten:

Temperatur: 18.72 Grad Celsius  Luftfeuchtigkeit: 54.85%  Luftdruck: 1010.41hPa  Hoehe: 21.59m

Quellcode: WLAN-Wetterstation.ino

Neuer Lüfter…

Für den 4MAX brauchte ich einen neuen Lüfter. Nicht weil der bisherige zu laut war, nein der ist sogar ungewohnt leise für einen 3D Drucker, sondern ich wollte einen Lüfter haben der mehr Kubikmeter pro Stunde schafft für die notwendige Hotendkühlung.

Dieser hier macht 13m^3/h. Das ist schon ein ordentlicher Wert.
Hinweis!  Das ist ein 12V Lüfter in der Größe: 40 x 40 x 20mm
Das Anschlusskabel ist sehr lang! Das finde ich praktisch, es hat locker 20cm Länge. Am Ende befinden sich kein JST-Stecker sondern nur zwei abisolierte Adern. Leider sind die Kabel sehr steif, es sind keine flexiblen Silikonanschlusskabel.  Ich werde sehen wie lange alles funktioniert….  Empfehlen kann ich den Lüfter trotzdem, der macht richtig Wind!!!

Lüfter hier kaufen: Klick mich an. 

Ente gut alles gut…

Heute mal ein paar Enten gedruckt. Durch drucktipps3d.de bin ich auf die Idee gekommen Überhänge drucken zu lassen. Davon hat die Ente mehr als genug.

Sieht doch gut aus finde ich.

Druckmodell: Rubberduck auf Thingiverse
Filament: OWL-Filament
Druckzeit: ca. 5h
Temperatur: 195° Düse / 60° Heizbett
Geschwindigkeit: 50mm/s

 

Was auch immer gut ankommt sind kleine Puzzlekisten als Aufbewahrungsbox für Bauteile oder allerlei Bastelutensilien. Damit fliegen die nicht mehr in der Gegend herum.

Druckmodell:  Puzzle Containers auf Thingiverse

Steppertreiber tauschen – TMC 2208

HINWEIS! Ich übernehme keine Haftung für Schäden oder den unsachgemäßen Gebrauch. Die Nutzung geschieht auf eigene Gefahr und eigenes Risiko!

 

Ab und an bekomme ich die Frage nach „Wie tauscht Du eigentlich Deine Steppertreiber aus?“ Das möchte ich ein wenig erklären. Hoffentlich auch so das man es versteht und es nicht zu kompliziert wird/ist. Ergänzen möchte ich noch, ich kann nicht alles rund um die Treiber erklären, die es auch noch in vielen Varianten gibt, das würde den Rahmen sprengen. Hier geht darum kurz aufzuzeigen wie einfach oder kompliziert es ist die Module zu wechseln.

Steppertreiber Das sind kleine Module welche die Verbindung zwischen der Hauptplatine und dem Motor herstellen. Die Motoren haben viel Kraft und sie müssen den Drucker und seine Achsen bewegen.  Um die Motoren präzise steuern zu können werden Steppertreiber benötigt. So sehen die kleinen Helfer aus:

In der Regel werden beim Drucker A4988 Module verwendet.  Diese funktionieren, sie haben aber einen Nachteil: Sie sind laut! Steppertreiber werden meist getauscht um den Drucker richtig und zwar RICHTIG leise zu bekommen. Jeder kennt das Pfeifen beim Drucken, dieses jaulen wenn der Drucker seine Achsen bewegt. Nach dem Tausch hört man den Drucker so gut wie nicht mehr. Das Jaulen ist weg!  Der Tausch, soviel schon vorab, ist eine lohnende Investition in den Komfort. Komfort kostet aber immer auch was….

Die A4988-Module lassen sich am Besten durch TMC2208-Module ersetzen. Diese Module sind in der weiteren Handhabung recht leicht zu verbauen und in Betrieb zu nehmen.

Der kleine Kühlkörper ist wichtig!  Er muss unbedingt aufgeklebt werden. Er wird mittig auf das Modul auf den Schriftzug geklebt. Ohne Kühlkörper sollte man die Module nicht betreiben, ihre Haltbarkeit wird drastisch sinken bis sie dann alsbald komplett aufgeben und kaputt sind.

Jetzt heißt es den Drucker öffnen und die alten Module ausbauen/herausziehen. Meist lassen sich die A4988-Module einfach aus den Sockeln ziehen. Sollte man ein Mainboard ohne gesockelte Module haben, das gibt es auch, dann hat man Pech gehabt. Hier muss damit gelebt werden das der Drucker eben „laut“ bleibt.

HINWEIS! Unbedingt merken wie die alten Module auf der Hauptplatine gesessen haben! Die Beschriftung ist sehr wichtig! Es gibt auf den Modulen zwei Pins die gegenüber liegen am Ende des jeweiligen Moduls. Die Pins heißen DIR und GND  (Direction & Ground) Auf dem Bild oben sieht man den DIR rechts unten und den GND rechts oben. Die neuen Module müssen unbedingt genauso eingesetzt werden das DIR und GND an der Stelle zu sitzen kommen, wo DIR und GND bei den alten Modulen zu finden waren!

Wieviele Module tauschen wir eigentlich? 

Garnicht so dumm die Frage!  Der Drucker hat im Regelfall 4 Steppertreiber, für jede Achse einen.  X – Y – Z und E für den Extruder. Es lassen sich alle vier A4988-Module durch TMC2208er ersetzen, beim Extruder sehe ich das aber ein wenig so naja…  Sinn macht es die Treiber für X – Y – Z zu tauschen, diese Achsen sind immer in Bewegung und machen daher mit den meisten Krach. Der Extruder ist nicht unbedingt so laut. Außerdem erspart man sich weiteres basteln an einer anderen Stelle.  Ich tausche meist nur X-Y-Z, das hat den größten Nutzen und damit auch die geringsten Kosten. So ein TMC2208 Modul kostet ca. 8€/Stk. Also ersetzen wir drei Module für X-Y-Z.  In der Theorie könnte auch Z mit dem alten Modul weiter benutzt werden sowie beim Extruder, sodass nur X und Y getauscht werden.  Z ändert seine Position ja meist nur bei einem neu zu druckenden Layer oder am Anfang wenn der Drucker auf die Homeposition fährt. Das muss jeder für sich entscheiden ob nur X und Y getauscht werden oder gleich alle Treiber von X,Y,Z und E.

Wars das schon?

Leider nicht….jetzt kommt der blöde Teil. Für einen Profi ist das kein Ding, ein Einsteiger kommt jetzt ins Schwitzen…ein bisschen wenigstens…  Die Module müssen jetzt eingemessen werden.  Der Drucker muss jetzt geöffnet eingeschaltet werden!!!  ACHTUNG! Netzspannung! Hier sollte ein Fachmann zu Rate gezogen werden, wenn man sich selbst nicht sicher ist was zu tun ist!

Zum Einstellen der Stepper gibt es viele Weg, am Einfachsten misst man vorher die Spannung an den alten Treibern und schreibt sich die Werte auf. Je nach Motortyp- und Variante sind die  unterschiedlich! Am Steppertreiber wird mit einem kleinen Schraubendreher die Betriebsspannung eingestellt. Diese beträgt im Regelfall DC 0.85 Volt, Sie kann aber je nach Motor auch DC 1V betragen. Der Extrudermotor ist so ein Kandidat dafür.  An den Wert muss man sich herantasten bzw. ihn berechnen. Da kann ich jetzt leider nicht alles zu erklären, das würde den Rahmen sprengen. Wenn der Drucker nicht sauber druckt, Schritte verliert oder der Ausdruck wie naja ausgekot… aussieht, dann könnte die Spannung nicht passen.  Weiter Infos zu Schrittmotoren gibt es in der Wikipedia.

Gemessen wird zwischen GND und der Einstellschraube selber. Hier sollten dann im Regelfall DC 0.85V anliegen. Durch drehen der Schraube lässt sich der Wert hoch- bzw. heruntersetzen.

Sind alle Steppermodule eingemessen, kommt noch ein Punkt. Bei den TMC2208 Modulen ist die Drehrichtung anders, Das heißt der Drucker läuft jetzt spiegelverkehrt! Das lässt sich auf zwei Arten lösen, durch Hardware oder Software.  Mir gefällt  die Variante Software besser…

Das Problem ist, die Motorkabel müssen um 180° gedreht werden, das geht meist nur wenn man die Buchsen von der Hauptplatine löst. Ich empfehle das nicht. Es sollte die wirklich letzte Lösung sein, dass sieht aber jeder anders. Alternativ wäre es noch möglich die Kabel im JST-Stecker zu tauschen, bedeutet alle Adern spiegelverkehrt wieder einsetzen damit die Stecker quasi gedreht wieder einsetzbar sind.

 

Meine Variante ist die, ich ändere die Firmware ab. Ich lasse die Motorkabel in den Buchsen stecken, tausche nur die Module aus, messe sie ein und ändere in der Firmware dann die Drehrichtung der Motoren ab.

Das wird in der Configuration.h der Firmware eingestellt an der Stelle:  (suchen in Arduino nach Invert)   Dabei wird das false durch true ersetzt.

#define INVERT_X_DIR true

#define INVERT_Y_DIR true

#define INVERT_Z_DIR true

Damit sagen wir der Firmware das die Drehrichtung nun eine andere ist. Nach Installation der Firmware läuft alles wieder in die richtige Richtung. Das war es eigentlich auch schon. Es kann auch hier sein, dass in der Firmware schon der ein oder andere Wert mal true oder false ist. Es gibt Drucker die haben schon von Haus aus ein gedrehtes Motorkabel. Warum und wieso auch immer. Von daher ist die Variante das über die Software zu machen einfach bequemer. So lässt sich die Richtung auch nachträglich ändern ohne den Drucker wieder zerlegen zu müssen….

Fazit: 

Wer bis hier hin gelesen hat, dem möchte ich gerne Danke sagen! Der Tausch der Steppertreiber ist kein Hexenwerk. Nach dem Tausch ist der Drucker jedoch so leise, dass man fast denkt: „Läuft der überhaupt?“  Ja macht er, nur flüstert er ab jetzt nur noch….

TMC2208-Module kaufen: Klick mich an. 

Es werde LICHT.

Für etwas mehr Licht suchte ich eine Lampe.  Sie sollte mobil sein und sich vernünftig befestigen lassen um beim Drucker oder beim Auto mehr Licht zu haben. Gefunden habe ich eine richtig gute Klemmleuchte von TaoTronics:

Über eine Sensorfläche auf dem Fuß lässt sich die Lampe dimmen sowie ein- und ausschalten.  Der Hals ist biegsam und kann in jede Richtung gebogen werden! Die Klammer lässt sich um gut 50mm öffnen, kleine Auflagen in der Klemme schützen vor Kratzern und damit findet sie überall halt! 20 LED’s erzeugen im Maximum ein schon irres, helles Licht! Die Lampe speichert die zuletzt eingestellte Helligkeit ab und aktiviert diese wieder bei erneuter Benutzung.

 

 

Per mitgeliefertem USB-Kabel, allerdings ohne Netzteil, wird die Lampe am Fuß in ca. 2-3 Stunden voll aufgeladen, eine Kontrollleuchte zeigt den Zustand der Lampe an. Geladen hat sie je nach eingestellter Helligkeit eine mehrstündige Nutzungsdauer.  ABSOLUT TOP!

Die Lampe ist so gut, ich habe mir ungelogen!!! noch eine bestellt!  Mit dem Gutschein, der sich zur Zeit (18.07.18) nutzen lässt bei Amazon, bekommt man die Lampe zur Zeit für 9.99€

Wer so etwas sucht, der kann sie hier kaufen: Klick mich an.

Versatzdruck

Manchmal druckt der Geeetech A10 komisch. Ab einer gewissen Höhe versetzt er den Ausdruck.  Gedruckt habe ich ein VOS, eines der Transportschiffe. Sogar die Marlin 1.1.9 selber habe ich noch angepasst bzw. auf den letzten Stand gebracht. Ab ca. Layer 100, ca. 12-15mm Höhe, wird versetzt gedruckt. Am GCODE kann ich auch nichts erkennen.  Bisschen Spooky das, denn es ist nicht generell so! Andere  Dinge druckt er ohne Probleme.  Oder Cura hat da ein Problem beim Schneiden.

Deutlich sieht man am Modell oben ca. 5mm unter der Oberkante den Versatz. Immer an der gleichen Stelle???  Vielleicht sollte ich das Modell auf dem Heizbett drehen und diagonal drucken?

Update: Ich lasse jetzt mal den Anycubic i3Mega  das Modell drucken mit identischem GCODE.Tja, was soll ich sagen, mit dem Anycubic i3Mega gedruckt sieht es gut aus.  Damit ist klar, es liegt am Drucker oder der Firmware.  Jetzt geht das Suchen los….wird nicht so einfach werden.

Problem ist, bei einem anderen Modell druckt es sauber ohne Versatz, das mittlere Modell, ein Vogelfütterer, hätte auch den Versatz haben müssen, es wurde auf dem selben Drucker gedruckt und hat weder einen Versatz noch sonst welche „Probleme“.

Na das kann jetzt lustig werden  ;-D  Wenn es ein 4988 Steppertreiber wäre, dann müsste der Druck per Zufall anders sein und nicht wiederholend nach 15mm Druckhöhe.  Ich tippe da mehr auf die Marlin 1.1.9 Firmware die Fehler haben könnte. Sonst wüsste ich erstmal nicht weiter wo ich suchen sollte….

Druckmodel:   CFDMP_vos.gcode

 

Update:  Was ich schon sagen kann ist, die Druckgeschwindigkeit ist bei mir zu hoch gewesen. Der Y-Schritttreiber hat Schrittverlust. Wenn ich von 100% Geschwindigkeit auf 80% absenke, läuft es erstmal sauber.

 

Micro JST Kabel PH 2.0

Elektroniker und Bastler können vieles gebrauchen.  So auch Micro Kabel PH 2.0  mit Buchsen. Diese Kabel dienen als Verlängerung oder Erweiterung. Vor dem Kauf auf die Größe achten!  JST Kabel gibt es in vielen Arten. Ich habe mir hier fertig konfektionierte JST Kabel besorgt. Auf meiner Wunschliste stehen auch Werkzeuge zum Selberkrimpen 😉

Die JST Kabel sind gut isoliert, mit Silikon ummantelt und daher sehr flexibel. Farblich getrennte Anschlusskabel und ordentlich verpackt. Vielleicht kein Schnäppchen, dafür aber schnell verfügbar und qualitativ gut! Kabellänge 10cm, Buchsen PH 2.0  2-Pin-Stecker/Buchse.

Support – es geht auch in einfach!

Zum Thema Support und Hilfe bei Problemen nach dem Kauf einer Ware kann der ein oder andere sicher ganze Bücher füllen.  Roy (RR-Perfection) und ich können ein Lied davon singen beim A10. Seiner ist total Müll, bei meinem war ja die Y-Achse zerbeult, den konnte ich aber durch drehen der Achse wenigstens retten….

Viel schlimmer ist der Support. Weder Gearbest noch Geeetech kümmert das einen Scheiß. Außer EMails mit „Haben Sie Geduld“ oder „Haben sie Fressebuch? Dann schreiben sie da“  passiert da nichts. Ich hatte sogar angeboten, sie sollen mir doch einfach 12$ gutschreiben, dann bastel ich mir selber eine neue Achse. Eigentlich ja der Idealfall für alle Unternehmen, der Kunde macht es selber fertig und behält die Ware. Mit dem Vorschlag habe ich mich bei den beiden wohl aus diesem Universum geschossen…Wie der möchte Geld?

ABER das geht auch anders liebe Leute von Gearbest und Geeetech.

Bei meinem Anycubic 4MAX war der Lüfter für das Hotend defekt. Nach Rücksprache mit dem Support von Anycubic sollte ich den Lüfter auf dem Mainboard mal mit dem Lüfter des Hotend tauschen. Gesagt getan, der Lüfter zeigte auch hier das er defekt ist.

Gut, ich sollte warten, ich bekäme einen neuen Lüfter zugeschickt. Der wird aus China kommen, also Geduld. Ich konnte mich in der Zwischenzeit auch hier retten indem ich einen externen Ersatzlüfter an den Druckkopf gebastelt habe. Heute dann kam die Post. Was war da drin? Ein komplett neuer Kabelstrang für den Hotendlüfter!

KLASSE!  In 10 Minuten eingebaut und funktioniert einwandfrei! Wie gesagt, ich bekam nicht einen neuen Lüfter sondern den kompletten Lüfterstrang der aus Lüfter, Extruderanschluss, Endstopkontakt und diesem russischen Raketendrehknopf besteht!

I love you Anycubic!  That’s perfect support!  Thank you very much!

Das ist Support! So macht man das! Meine Entscheidung für den Anycubic 4MAX bereue ich nicht eine Minute! Und wenn ich mir einen weiteren Drucker holen sollte, dann wird es der Anycubic 4MAX Nummer zwei oder der Anycubic Chiron werden!  Allein schon wegen dem Support!

Hier können die anderen mal richtig was lernen!

Laser – etwas beschriften…

Gestern habe ich ja meinen i3 Mega repariert, er wollte nicht drucken (siehe Beiträge unten) und heute hatte ich Zeit und Lust mal den Laser anzuwerfen!

Ich kam auf die Idee ob man wohl mit dem Laser Uhrenarmbänder beschriften kann? Ich hatte mir bei Amazon im Blitzangebot mal welche bestellt so als Notersatz. Eigentlich ja dumm, weil so schnell gehen die auch nicht kaputt und liegen eigentlich nur ungenutzt herum. Aber nun denn, jetzt konnte ich sie gebrauchen oder besser für etwas einsetzen!

Ich hab  sie unter den Laser gelegt und siehe da:  (der Dreck auf den Bändern kommt von meinen Fingern, nach dem Lasern kann man den Ruß abwischen und der findet sich gerne überall wieder)

Das Logo und der Text lassen sich deutlich erkennen. Interessant auch, beim grünen Band (Originalarmband von Apfel!) bleibt der Schriftzug in schwarz sichtbar. Ich hab ihn versucht mit einem groben Handtuch abzurubbeln, geht nicht!  Beim gelben Armband kann man den Schriftzug abwischen, es bleibt eine ganz dezente, aber fühlbare und im Gegenlicht sichtbare Gravur über!   (nur schwer zu fotografieren, in der Hand sieht das besser aus!)

Scheinbar unterscheiden sich die Materialen irgendwie voneinander. Hätte ich mir auch gleich denken können, irgendwo muss ja ein Unterschied sein und das mindestens beim Material.

Der Geruch beim Lasern ist allerdings jetzt nicht mehr von der angenehmen Sorte wie beim Holz! Jetzt wird es langsam Zeit für eine gute Belüftung!

Ich kann es nicht anders sagen, das Brutzeln macht schon Spaß   😀  Und mal so erwähnt, damit lassen sich ganz individuelle und auch persönliche Geschenke herstellen!  Wenn ich merke, jemand hat sich ein paar Gedanken gemacht über den zu Beschenkenden, dann ist der Gedanke mehr wert als jeder Preis…  Und etwas das selbst hergestellt wurde, egal welchen Wert es hat, das ist mir persönlich immer lieber und viel wertvoller!

Update:

Eine Hülle, die als Transportschutz für ein Küchenmesser dient, kann auch beschriftet werden.  Und der Griff am Küchenmesser wird gleich auch beschriftet  🙂

      

 

Zum Thema Laser und 3D-Druck bitte auch mal bei RR-Perfection und seinem YouTube-Kanal vorbeischauen!  Er hat noch ganz andere Laser zur Verfügung!

Defekt – es kann etwas kaputt sein…

Das schönste Hobby hat auch gerne mal seine Schattenseiten. Darüber erzählt man nicht so gerne was, ich finde aber es gehört dazu.

Heute wollte der Anycubic i3 Mega  nicht mehr so schön drucken. Der Extruder klackerte vor sich hin, es kam kein Filament mehr aus der Düse.  Das ist bei dem Drucker, oder auf jeden Fall bei meinem, alle paar Monate mal so, dann ist er einfach dicht…  Warum weiß ich bis dato nicht so, das wird eine Kombination aus vielen Dingen sein. Materialqualität beim Filament oder dem Durchmesser, falschen Einstellungen im Schneidprogramm (Slicer), schlechtem Hotend etc. oder einfach auch nur der Klassiker:  Verschleiß!  Die Teile werden heiß, kalt, heiß, kalt usw. Dazu verschiedene Materialien wie Messing, Aluminum, Teflon usw. Irgendwann kommt dann der Tag, wo man etwas zum Basteln hat.   🙂

1:  Das ist der Anfang eines Ausdrucks einer runde Dose, man sieht den Boden und der sieht nicht wirklich schön aus, kurze Zeit später klackerte es auch schon.

2:  PTFE-Tube Push Fitting klemmte auch und saß fest, er wollte den Schlauch nicht hergeben. Da lies sich auch nichts mehr drücken. Von denen habe ich schon einige getauscht. Die müssen auch einiges aushalten. Jede Bewegung des Druckkopfes müssen sie mitmachen und der Schlauch zieht ständig an ihm herum. Da müssen die irgendwann mal aufgeben.

3:  PTFE-Schlauch saß auch zu, man sieht im Foto noch das schwarze Filament richtig im Schlauch hängen.   Der war wirklich dicht.

4:  Düse saß auch zu. Ich habe sie einfach mit getauscht.

Jetzt druckt er wieder. 🙂

Was ich einfach sagen möchte ist, man benötigt beim 3D-Druck einfach auch mal Ersatzteile. Da man diese nicht einfach so in jedem Baumarkt bekommen kann, ist es schon hilfreich wenn man von den Dingen ein paar davon zu Hause hat. Sie sind schnell bestellt richtig, nur wenn man jetzt gerade in diesem Moment davon etwas braucht, dann hilft einem eine schnelle Lieferung in den kommenden Tagen auch nicht so viel weiter….

Von daher einfach ein paar Links im Bericht zu verschiedenen Ersatzteilen, die auch preislich im Rahmen liegen. Vorher natürlich prüfen und schauen ob die Teile auch beim eigenen Drucker passen!  Es gibt Ersatzteile in allen Sorten, Arten, Größen etc.

MOSFET für 3D-Drucker

Hinweis!  Der Umgang mit elektrischen Bauteilen erfordert einiges an Wissen mit dem Umgang selbiger. Wer nicht weiß was er machen kann/soll/darf der sollte sich einen Fachmann zu Rate ziehen! Ich übernehme keine Haftung oder die Verantwortung beim unsachgemässen Gebrauch solcher Bauteile!

 

 

MOSFET – 3D-Drucker

Um die Hauptplatine des 3D-Drucker zu entlasten, auch der Sicherheit wegen, kann man das Heizbett und die Druckdüse vom Rest des Systems entkoppeln. Das geschieht über einen MOSFET-Baustein  jeweils einen für das Bett und einen für die Düse! Diese beziehen den Strom direkt vom Netzteil und leiten ihn an das angeschlossene Gerät, ein Heizbett oder die Druckdüse, weiter.   Über eine Steuerleitung wird der MOSFET dann mit der Hauptplatine verbunden.

Im Paket mit dabei sind diverse Kabelschuhe und auch die passende Steuerleitung. Der Anschluss ist typisch und kein Hexenwerk. Zwei kleine LEDs zeigen den Zustand an, einmal generell verbunden am Strom und einmal das Steuerdaten ausgewertet werden.

Ein praktischer Helferlein zur eigenen Sicherheit und zur Entlastung der Hauptplatine.

Der MOSFET kann hier im Doppelpack bestellt werden. (Klick mich an)

Kleiner Kritikpunkt, aber auch wieder mehr jammern auf hohem Niveau, die Steuerleitung für das Gate ist nicht üppig lang. Die zehn bis zwölf Zentimeter Kabellänge reichen kaum aus, hier sollte daran gedacht werden die Kabel in Eigenregie verlängern zu können!!

Pinzetten für fast alles….

Was wird häufig benötigt für 3D-Drucker als Werkzeug?  Genau Pinzetten!

Das Set hier besteht aus insgesamt 9 Pinzetten die jeweils ihre eigene Form und Funktion haben. Zum Einsetzen von Steppertreibern, kleinen Bauteilen und auch zum Fixieren von Kabelenden sind die Pinzetten ideal zu gebrauchen.

Eine Tasche ist mit dabei und passende Schutzkappen auch. Absolut zu empfehlen und das komplette Set kostet wirklich nicht die Welt! Dafür ist das Set eine sehr gute Hilfe beim Basteln in jeder Form!

Pinzetten hier kaufen.

Kritikpunkt: Ach eigentlich ist das mehr Jammern auf hohem Niveau, die flachen und breiteren Helferleinchen hätten vielleicht zur besseren Griffigkeit eine Riffelung haben können, sie funktionieren aber auch so gut!

Lasergravierer

Vorab!  Die Nutzung solch eines Lasers geschieht auf eigene Gefahr hin! Ich übernehme keine Haftung für die unsachgemäße Benutzung des Gerätes und dadurch entstandene Schäden! 

 

Zusatz:  Im Text schreibe ich mal lasern und mal drucken. Das liegt an mir, weil ich 3D Drucker habe und zu blöd bin lasern von drucken unterscheiden zu können beim Schreiben von Beiträgen 🙂

 

 

Lasergravierer:  NEJE DK – 8 – KZ 1000mW

Verpackung:

Gut verpackt kam der Laser bei mir an. In dem Karton befindet sich der Laser eine Box mit Zusatzmaterial, sowie einer Anleitung.

Der Laser selber ist mit einer Schutzfolie verpackt, zudem besitzt er einige Transportsicherungen die das Druckbett und den Laser selber beim Transport schützen. Für einen Laser der 100€ Klasse nicht schlecht.

Zusatzmaterial: 

In der kleinen Pappschachtel befindet sich allerlei Hilfsmaterial. Da sind Holzplättchen drin zum Bedrucken, ein schwarzer Stift, zwei bräunliche Pappscheiben, eine grünliche lichtdurchlässige Fokussierhilfe, Netzkabel als USB Version sowie ein USB Kabel zur Verbindung mit und zum PC hin sowie Gummiringe als Ersatz für die Halterung des Druckobjekts auf dem Druckbett.  Eine CD mit Software und eine Anleitung in englischer Sprache runden das Zubehörpaket schon gut ab. Aber noch etwas ist dabei! Eine durchsichtige gummiartige Antirutschhilfe für das Druckbett. Dickere Objekte, die nicht mit den Haltegummies festgehalten werden, können zusätzlich mit diesem Antirutschpad fixiert werden. Recht praktisch finde ich. Das Pad ist so in der Art wie man die Pads vom Auto her kennt, wo sich Handy, Schlüssel, Parkmünzen etc auf einer Gummiauflage auf dem Armaturenbrett mit fixieren lassen.

Der Laser:

Hat man den Laser ausgepackt, sieht man wie klein der ist mit seinen ca. 200 x 200 x 200mm.  Groß Wissen muss man weiter nichts, es gibt eine Schutzscheibe für den Laser, die vorne mit zwei Magneten eingehängt wird. Das ist ungemein praktisch, es drängt sich aber auch die Frage auf nach dem:  „Warum ist der Rest des Druckers rundherum offen wie ein freies Feld?“  Wissen die Laserstrahlen das sie nur nach vorne gehen dürfen??

Nein, wissen sie nicht, hier wurde wohl etwas gespart. Ein paar Euros mehr und ein paar weitere solcher magnetischen Scheiben,  meinetwegen auch undurchsichtig in schwarz, hätten der Sicherheit wegen schon etwas Gutes!   Ich glaube nicht, dass das Gerät hier so zugelassen wäre ohne den Rundumschutz….

Die Technik ist interessant. Da wurden alte(?) CD oder DVD-Laufwerke zerlegt und die Mechanik für den Laser und das Druckbett verwendet.  Da zeigt auch gleich einen Nachteil auf, dessen man sich bewusst sein muss vor dem Kauf!!! Die Druckgröße ist bedingt durch den kleinen Bewegungspielraum der umgebauten Laufwerke gerade mal so 40 x 40 mm.

Anschluss:

Angeschlossen wird der Laser mit dem bekannten USB-Druckerkabel an den PC. Software gibt es erstmal nur für Windows, wobei ich gesehen habe, dass es wohl auch für OSX was geben soll. Neben dem Datenkabel muss auch ein weiteres Kabel mit einer USB-buchse auf der einen und einem runden Netzanschluss auf der anderen Seite angeschlossen werden. Der Laser benötigt ein nicht beigelegtes 2A USB-Netzteil.  Beide USB-Kabel würde ich NICHT(!!!!) an den PC anschließen, da dieser auf seinen USB-Ports meist nur max. 500mA liefert. Ich weiß nicht wie gut die Anschlüsse so abgesichert sind, aber damit könnte man sich auch neben dem Laser gleich seinen PC „schrotten“

Also gilt: Unbedingt ein separates 2A USB-Netzteil zur Stromversorgung verwenden! 

Ich habe so eines genommen: Aukru USB Stromadapter 5V 2000mA – hier kaufen –

Software:

Die Software selber ist recht einfach. Man verbindet den Laser und kann aus einer Masse an Vorlagen ein Bild wählen oder man zieht es per Drag&Drop in die mittlere Fläche hinein. Rechts lassen sich verschieden Punkte einstellen. Mit Effekt A und Effekt B wird das Druckbild angepasst. Da der Laser nur rein schwarz/weiss unterstützt, werden die Bilder hier entsprechend angepasst und schattiert um druckbar oder besser nachher auch sichtbar zu sein.  Die Position des Drucks lässt sich verschieben und ein Text kann hinzugefügt werden. Mit den Symbolen unter den Richtungspfeilen wird der Laser eingeschaltet und zeigt mit einem Lichtstrahl auf dem Werkstück an wo er drucken wird. So lassen sich Anpassungen schnell erledigen. Mit dem Klick auf Beginnen rennt der Laser los!!!  ALSO VORSICHT!  Erst die Schutzscheibe anbringen bevor gedruckt wird!! Und eine Schutzbrille verwenden! s.u. 

Ganz unten lässt sich mit einem Regler die Intensität des Laser einstellen. Eigentlich ist der Laser immer gleich stark, es wird hier einfach die Brenndauer gesetzt. Da muss man etwas experimentieren mit um ein Gefühl zu bekommen, welches Material welche Brenndauer benötigt.

Wenn die Schutzscheibe angebracht ist, kann fast schon „gedruckt“ werden. Jedoch zuerst noch sollte der Laser fokussiert werden. Dazu legt man auf das zu bedruckende Objekt eines der mitgelieferten dunklen Pappblättchen auf, nimmt die grüne Fokussierhilfe zur Hand und schaut durch das grüne Glas auf den Lichtpunkt. Am Laser befindet sich ein silberner Kopf der gedreht werden kann. Hiermit stellt man den Leuchtpunkt so ein, dass er punktuell die kleinste Fläche anzeigt, die sich einstellen lässt.

Jetzt kann wirklich gedruckt werden doch vorher noch ein Ratschlag:

Ich empfehle dringend den Kauf einer zusätzlichen Schutzbrille!!! Ob die, die ich gekauft habe, jetzt gut genug ist, weiß ich leider nicht. Laserschutzbrillen werden meist nach Laserklassen und Wellenlänge des jeweiligen Lasers verwendet. (Da könnte man  sicher einen eigenen Beitrag von machen…..)

Hat man eines der mitgelieferten Sperrholzplättchen in den Laser gelegt, den Druck gestartet, so sieht man wie dieser jetzt das Bild in das Holz brennt.

Das YouTube Video zeigt den Laser bei der Arbeit.

Anbei noch ein paar Bilder von gelaserten Teilen:

Die 50 und die 37 auf den Bildern mit dem Pferd stehen jeweils für meine verwendete Brenndauer in Millisekunden.

 

Fazit: 

Die Ausdrucke können sich sehen lassen!  Ich weiß noch nicht so recht was ich damit jetzt groß mache, aber der Anfang ist gemacht. Lasern lassen sich Holz, dickes Papier, Leder und auch Kunststoff. Diesen aber nicht in allen bekannten Sorten. Muss man halt probieren. Metall sowie durchsichtige oder klare Objekte lassen sich nur schwer oder wenn nur mit Tricks beschriften. Da gehe ich jetzt nicht näher drauf ein.

Es ist ein nettes Spielzeug. Aber auch eines mit einem gewissen Grad an Gefährlichkeit! Für Kinder halte ich das Gerät für absolut nicht geeignet. Es ist ein Laser und der brennt alles ab, was ihm gerade passend vor seinen Fokus kommt. Da macht er auch beim Augenlicht nicht halt!!!  Wer sich so ein Gerät kauft, der muss wissen was er macht!

Ordnungsgemäß verwendet mit eine Schutzbrille und das Gerät vorher eingehaust und gesichert, kann man damit schön und sehr einfach gravieren! Kaum ein anderes elektronisches Gerät lässt sich so einfach in Betrieb nehmen und benutzen.

Sprachlos bin ich einfach auch beim Preis. Für je nach Anbieter um die 100€ herum bekommt man ein Gerät, das einfach macht wozu es gedacht ist.

Und weiter ohne Worte bin ich beim Thema Sicherheit. Den Laser nur mit einer(!) Schutzscheibe auszuliefern und den Rest rundherum offen zu lassen, grenzt schon fast an Vorsatz…Ich kann nur empfehlen die Seiten und oben(Achtung! Auf genug Lüftung achten!) zu verschließen. Meinetwegen mit schwarzen Acrylplatten, oder man stellt eine geschlossene große Kiste über den Drucker. Sonst würde ich den nicht einfach so betreiben, denn zu schnell schaut man unbedacht von einer der offnen Seiten in den Laser.  Der mag ja sein Licht nicht so streuen, je nach Material, aber wer es doch mal mit Metall versucht, der bekommt eine Streustrahlung vom Feinsten ab! Von daher schon gehört der Laser komplett eingehaust.

Ach ja, ich wurde gefragt ob der stinkt. Gute Frage. Wenn ich Holz oder dickes Papier laser, dann riecht es nach verbranntem Holz. Bildlich gesprochen so wie bei einem Kamin, wo man loderndes Holz riecht. Unangenehm fand ich das jetzt nicht, wie gesund das ist möchte ich aber auch nicht wissen. Genug gelüftet sein sollte der Raum wo gelasert wird dann doch wohl.

Wer ihn kaufen möchte:  Hier klicken zum Angebot.

Laserschutzbrille

Brille hier kaufen:  Klick mich an.

Mein Beschriftungslaser ist im Zulauf. Und für diesem möchte ich zusätzliche Schutzbrillen haben. Mit den Brillen ist das so eine Sache. Die gibt es in Abhängigkeit der Laserwellenlänge zu kaufen und diese hier sind preislich erstmal ein Schnäppchen.

Schön ist, die Gläser sind sehr groß und umschließen das Auge gut. Zusätzlich haben sie verstellbare Bügel um die Länge selbiger anzupassen. Damit sollten die Schutzbrillen so ziemlich jedem passen.

Wie gut sie letztendlich wirklich sind, auch vom Schutzfaktor her, da kann ich jetzt nicht viel zu sagen. Das werden die Tests zeigen.

Hinweis: Ich werde den Laser nicht offen! benutzen. Er wird bei mir eingehaust werden, so kann ich zwar nicht sehen wie der Laser schreibt, aber das ist mir die Sicherheit in jedem Fall wert!!!

3D-Drucker Firmware aktualisieren

Vorwort: 

Um die Firmware, die ich selber erstellt habe, einfach auf den Drucker zu laden, gibt es mehrere Wege.

Es gibt einfache und kompliziertere Wege eine Firmware auf den 3D-Drucker zu bekommen. Wer seine Firmware selber anpasst, der kann sie z.B. über die Arduino-Entwicklungsumgebung auf den Drucker laden.

Dazu benötigt man jedoch einiges an Wissen, da es sich hierbei quasi um den Quellcode handelt welcher übersetzt wird und dann auf den Drucker geschrieben wird. Für Anfänger und Einsteiger ist diese Methode, auch wenn sie nicht so kompliziert ist wie man jetzt denken könnte, weniger geeignet.

 

Teil 1:  

Das, was jede Methode gleich hat, mit welcher auch immer eine neue Firmware auf den Drucker geschrieben wird, ob wie oben als Quellcode oder wie hier gleich als HEX-Datei, zuerst muss der Drucker mit dem PC über das USB-Kabel verbunden sein.  Das ist allerdings nicht alles. Schließt man den Drucker an den PC an, für einen MAC gilt das auch, dann findet der PC sehr gerne eine neue Hardware die er oft (nicht immer) mit einem Fehler quittiert, da ein Treiber nicht gefunden werden konnte.

Hierzu möchte ich ein wenig weiter ausholen. Der Drucker nutzt USB zur Datenübertragung, intern allerdings wird über den USB Anschluss nur ein serieller Anschluss virtuell bereitgestellt. Das kennt der ein oder andere vielleicht noch von früher. Da gab es (gibt es auch heute noch, nutzt man nur nicht mehr bewusst so) serielle Ports wie COM-1 und COM-2 usw. Genau so eine Art Port benötigt der Drucker und der Treiber stellt auf dem PC so einen Port zur Verfügung.

Der Geeetech A10 benötigt z.B. einen FTDI Treiber. Den bekommt man hier: http://www.ftdichip.com/Drivers/D3XX.htm 

Andere Drucker können auch andere Treiber benutzen, das hängt ab von dem USB-Controller der auf dem Mainboard im Drucker eingebaut wurde. Gängig sind CH340 Treiber. Da muss leider etwas gebastelt und der ein oder andere Treiber mal ausprobiert werden, ob er mit dem eigenen System funktioniert. Wenn der Treiber funktioniert, dann meldet sich der Drucker im Gerätemanager unter den seriellen Verbindungen mit einem COM-Port.  Bei mir hier meldet der A10 sich als COM5.

 

Teil 2: 

Um jetzt eine Firmware über den Com5-Port auf den Drucker zu laden, wird ein weiteres Programm benötigt, welches als freie Version geladen werden kann. Das Programm nennt sich XLOADER und ist hier zu finden:  http://russemotto.com/xloader/

Das Paket entpacken und die Anwendung xloader.exe aus dem entpackten Ordner starten. Hier ist keine Installation nötig. Damit wird auch der eigene PC nicht weiter zugemüllt.

Mit diesem Programm laden wir die Firmware hoch.  Das HEX-File für den Geeetech A10 lässt sich hier laden:  https://www.thingiverse.com/thing:3063754

Oben wird jetzt angegeben wo der XLOADER das HEX-File findet. Auf dem Desktop z.B. oder wo auch immer es abgelegt wurde.

Ganz wichtig, bei Device muss Mega(ATMEGA2560) ausgewählt werden.

Bei COM-Port wird nun der Port angeben, auf dem wie oben erklärt, der Drucker zu finden ist. Bei der Baudrate muss man etwas spielen. 115200 ist ein Standardwert. Wenn es nicht funktioniert bitte auch 250000 oder 57600 ausprobieren.  Das hängt jetzt von der schon auf dem Drucker installierten Firmware ab, mit welchem Parameter der Drucker auf COM5 hört.

Mit Klick auf Upload wird die Datei auf den Drucker geladen, der Drucker wird neu gestartet und die Firmware sollte jetzt aktiv sein. Meine Firmware verwendet 250000 als Baudrate (so nennt sich das) zur Kommunikation für zukünftige Updates.

 

Das war es eigentlich schon. Mit einem HEX-File ist das Update am Einfachsten. Andere Varianten über den Quellcode oder eine BIN-Datei funktionieren natürlich auch, sind aber gerade für den Einsteiger nicht so leicht zu durchschauen. Da ist mehr Frust als Spaß beim 3D-Druck angesagt. Deswegen habe ich auch das Verfahren mit HEX-Files genutzt.

 

Geeetech A10 – fast gut….

Kurzer Überblick zum Drucker.     Geeetech A10

Updates immer am Ende.   Update 9

Was als erstes auffällt nach dem Auspacken, sein Bett ist lose(siehe Bilder und Video am Ende), was sich beheben lässt durch lösen und anziehen der Rollen. Allerdings waren die Profile der Y Achse auf der Seite, auf der das Bett läuft, komplett verbeult. Das Bett rattert und poltert nur so vor sich hin. Damit war klar, das Drucken ist erstmal hinfällig. Also statt „teilmontiert“ hier eine echte „Bastelbude“. Vielleicht ein Einzelfall, hoffe ich doch, denn der A10 ist im Detail recht gut umgesetzt, wenn man sich den Preis vor Augen hält!
Also alles zerlegen und die Y-Strebe um 180 Grad drehen, dann lief er sauber, weil der untere Teil der Strebe nicht verbeult war. Schrauben und Bohrungen passen auch. Einzig der Endstop für die Y-Achse musste anders befestigt werden. Ich hab ihn erstmal mit einem Kabelbinder fixiert. Nicht die allerbeste Lösung, aber sie funktioniert fürs erste.

Preis der teilmontierten Bastelbude:  ca.180€ Stand 07/18
Ansicht ist der A10 gut, weil er preislich für das was geboten wird passt. Das Heizbett hat eine Zugentlastung, alle Kabel sind sauber geführt und (teil-)ummantelt, Heizbett ala Anycu….Ultrab… nennt sich hier „Super Plate“. Eine Druckgröße von 220x220x260mm lässt selbst den I3 Mega ein wenig neidisch werden, zudem soll das System, auch wenn ich es (noch) nicht überprüft habe, komplett Open-Source sein.

Lieferumfang ist gewohnt spartanisch. Der Drucker, ein paar Tütchen mit Schrauben, ich hatte sogar zwei SD-Karten mit dabei, wohl ein Versehen. Eine Anleitung fehlt, die gibt es nur im Netz und auch nicht auf der SD-Karte, auf der sich ein Hund befindet als Druckdatei.

 

Filament liegt bei, allerdings nur so eine Probe mit der man kaum die Beispieldatei ausdrucken kann, so wenig ist das. (Sollte ich vielleicht mal ausprobieren ob die Probe reicht.  🙂 )  Ein bisschen Werkzeug ist dabei, Inbusschlüssel und zwei Maulschlüssel die auf keine Schraube passen. Wofür auch immer die sein sollen….es bleibt ein Rätsel…
Dafür liegt eine Ersatznozzle bei, ein paar Kabelbinder und eine Nadel wohl zum Reinigen der Düse.
Kein Spachtel dabei (okay bei dem speziellen Heizbett sollte man den auch besser weglassen), keine Filamentzange, nix weiter….
Aber eine komplette Tüte Ersatzschrauben ist vorhanden, die überhaupt nichts bringen, denn wenn die Gewinde hin sind, helfen die auch nicht wirklich weiter…. nu denn….

Kurzer Blick auf die Hauptplatine:

Eine  2560 CPU, gesockelte Stepper, Kabel recht gut verlegt, alle mit Endhülsen sofern ich das sehen konnte, Basis ist RAMPS1.4

Als Steuerzentrale zur Bedienung am Gerät selber kommt ein normales LCD 2004 zum Einsatz.  Hier gibt es nichts groß zu sagen, Bedienung gewohnt gut, man dreht am Rädchen und wählt die Funktion durch herunterdrücken aus.  Alle relevanten Funktionen lassen sich  abfragen und einstellen.  Mir reicht so eine Anzeige aus. Die grafischen Touchscreens sind zwar nett, aber eben auch nett (teurer)beim Preis…. Für das Drucken reicht so ein LCD 2004 voll und ganz aus.

 

Der Extruder ist so ein normales Ding, nix besonderes jetzt und aus Kunststoff.
Erfüllt seinen Zweck.

 

Beim A10 ist der Druckkopf selbst ganz nett gemacht. Beide Lüfter sind von außen angebracht und damit erstmal gut zugänglich,  ein Wechsel ist  ohne den Kopf zu zerlegen nicht möglich.  Das Hotend ist mit einer Isolierung versehen. Auch nicht selbstverständlich in dieser Preisklasse. Die Kabelführung innen gefällt mir nicht, weil Teile der Stromversorgung des Hotendlüfters zwischen dem Lüfter und dem Kühler liegen. Mal sehen ob ich das noch änder.

Fazit:
Der Drucker ist, wenn die Qualitätskontrolle nicht pennt, ein echter Konkurrent zu anderen Druckern. Er ist leicht zu montieren, ein paar Schrauben, Kabel anstecken, Display anschrauben und fertig. Ein Ungeübter sollte den in 30 Minuten am Start haben.  Die Druckergebnisse sehen erstmal gut aus, mehr kann ich erst sagen, wenn ich ein paar mehr  Dinge gedruckt habe.

+  :  Teilmontiert, ist recht schnell einsatzbereit.
+  :  Sauber verkabelt, Heizbett mit Zugentlastung.
+  :  Heizbett mit Beschichtung, es kann direkt darauf gedruckt werden.
+  :  Großer Bauraum mit 220x220x260mm
+  :  Relativ leise beim Drucken, der i3-Mega ist da schon deutlich ruppiger…. :
+  :  Doppelt gelagerte Trapezspindel für die Z Achse.

— :  Qualitätskontrolle fragwürdig. (Y-Träger einseitig unbenutzbar)
— :  Werkzeug fragwürdig (Wofür sollen die Maulschlüssel sein, die passen nirgendwo?)
— :  Slicerprogramm läuft nur unter Windows, muss aus dem Internet geladen werden!
— :

Wenn der Drucker für 150€ verkauft werden würde, wäre es ein Knaller. Im Moment hat er es schwer gegen den Wettbewerb. Verstecken muss er sich aber keinesfalls!
Ich würde ihn mir nochmal kaufen ja, aber die Qualitätskontrolle muss besser werden!!!! Der verbeulte Y-Träger geht gar nicht! Alles andere ist sauber verarbeitet und passgenau.

      

 

Update 1:

Die Bauteilekühlung schleift auf dem Objekt beim Drucken.  Die Luftführung ist ein gedrucktes Element. Sie ist nur leider etwas zu tief oder die Düse sitzt zu hoch. Kann man sehen wie man möchte. Einfache Lösung bei mir:  Den unteren Rand des Gehäuses etwas abschleifen, dann gibt es Platz und es kratzt nich mehr auf dem Druckteil herum.

 

Update 2:

Die ersten Drucktests sehen sehr gut aus!  Glatte Flächen, saubere Kanten. Das macht der i3 Mega  auch nicht besser. Bedenkt man das der A10 regulär gerade mal die Hälfte kostet von dem was der Mega kostet, dann ist das beachtlich!

Link: Birdfeeder auf Thingiverse

 

Update 3:

Für eine etwas bessere Filamentführung habe ich mir einen kleinen Helfer ausgedruckt.

W

Link: Filament guide for A10  

 

Update 4:

Was ich vergessen habe, dem Paket liegt ein Mauspad bei.  Selbiges habe ich gleich mal beiseite gelegt, weil es für den Drucker so nötig ist wie Pferdeäpfel beim Auto.     Wozu das Pad bei einem 3D-Drucker gut sein soll, das weiß auch wohl niemand….. das Geld lieber in die Qualitätskontrolle stecken bitte…..

 

Update 5:

Der A10 soll ja Open Source sein, was auch stimmt. Auf der Geeetech Seite und bei Github auch kann man eine Firmware laden. Mir gefiel die nicht so, gut ich bastel halt auch gerne. Also habe ich mir eine Firmware in Deutsch selber gebaut:

https://www.thingiverse.com/thing:3020915

 

 

Update 6:

Ein sehr nützlicher Schutz für den Lüfter der Hautplatine: https://www.thingiverse.com/thing:3024079

 

Update 7:

RR-Perfection hat ein Video zum A10 gemacht:

A10 Video von RR-Perfection

Einfach ansehen, er kommt im Grunde zum gleichen Bild. Interessant finde ich, sein A10 hat auch die Beulen in der Y-Achse wie meiner auch!  Da glaubt man echt nicht an Zufälle und seine Druckbettraster scheinen an der gleichen Stelle zu sein wie bei mir?!?!

 

Update 8:

In der Zwischenzeit wollte ich einen Drucker mal an die Wand klatschen, weil ich es nicht hinbekommen habe, den sauber zu Leveln. Bei jedem Druck reißt die Düse den Druck mit.  Die Erleuchtung kam schnell, weil ich das schon öfters hatte, mir war nur die Lösung entfallen!  Der pneumatische Schlauchhalter, der den Bowden-PTFE-Schlauch hält, hat aufgegeben! Damit rutscht der Schlauch in dem Schlauchalter minimal hoch und runter, was dazu führt, dass das Filament nicht mehr sauber und geregelt gefördert werden kann. Resultat: Ausdruck ist hin – Bediener fertig mit den Nerven – und der Drucker hängt bald an der Wand als Technikkunst…  Also den Tube tauschen und siehe da, sofort druckt er wieder ohne Probleme.

 

Update 9:   

Neue Firmware 1.1.9 mit manuellem 9-Punkte Leveling und automatischer Z Achsanpassung beim Druck.

https://www.thingiverse.com/thing:3063754

Filament gibt es wie immer hier:    OWL Filament  den Drucker kann man hier kaufen: klick mich an.