Lasergravierer

Vorab!  Die Nutzung solch eines Lasers geschieht auf eigene Gefahr hin! Ich übernehme keine Haftung für die unsachgemäße Benutzung des Gerätes und dadurch entstandene Schäden! 

 

Zusatz:  Im Text schreibe ich mal lasern und mal drucken. Das liegt an mir, weil ich 3D Drucker habe und zu blöd bin lasern von drucken unterscheiden zu können beim Schreiben von Beiträgen 🙂

 

 

Lasergravierer:  NEJE DK – 8 – KZ 1000mW

Verpackung:

Gut verpackt kam der Laser bei mir an. In dem Karton befindet sich der Laser eine Box mit Zusatzmaterial, sowie einer Anleitung.

Der Laser selber ist mit einer Schutzfolie verpackt, zudem besitzt er einige Transportsicherungen die das Druckbett und den Laser selber beim Transport schützen. Für einen Laser der 100€ Klasse nicht schlecht.

Zusatzmaterial: 

In der kleinen Pappschachtel befindet sich allerlei Hilfsmaterial. Da sind Holzplättchen drin zum Bedrucken, ein schwarzer Stift, zwei bräunliche Pappscheiben, eine grünliche lichtdurchlässige Fokussierhilfe, Netzkabel als USB Version sowie ein USB Kabel zur Verbindung mit und zum PC hin sowie Gummiringe als Ersatz für die Halterung des Druckobjekts auf dem Druckbett.  Eine CD mit Software und eine Anleitung in englischer Sprache runden das Zubehörpaket schon gut ab. Aber noch etwas ist dabei! Eine durchsichtige gummiartige Antirutschhilfe für das Druckbett. Dickere Objekte, die nicht mit den Haltegummies festgehalten werden, können zusätzlich mit diesem Antirutschpad fixiert werden. Recht praktisch finde ich. Das Pad ist so in der Art wie man die Pads vom Auto her kennt, wo sich Handy, Schlüssel, Parkmünzen etc auf einer Gummiauflage auf dem Armaturenbrett mit fixieren lassen.

Der Laser:

Hat man den Laser ausgepackt, sieht man wie klein der ist mit seinen ca. 200 x 200 x 200mm.  Groß Wissen muss man weiter nichts, es gibt eine Schutzscheibe für den Laser, die vorne mit zwei Magneten eingehängt wird. Das ist ungemein praktisch, es drängt sich aber auch die Frage auf nach dem:  „Warum ist der Rest des Druckers rundherum offen wie ein freies Feld?“  Wissen die Laserstrahlen das sie nur nach vorne gehen dürfen??

Nein, wissen sie nicht, hier wurde wohl etwas gespart. Ein paar Euros mehr und ein paar weitere solcher magnetischen Scheiben,  meinetwegen auch undurchsichtig in schwarz, hätten der Sicherheit wegen schon etwas Gutes!   Ich glaube nicht, dass das Gerät hier so zugelassen wäre ohne den Rundumschutz….

Die Technik ist interessant. Da wurden alte(?) CD oder DVD-Laufwerke zerlegt und die Mechanik für den Laser und das Druckbett verwendet.  Da zeigt auch gleich einen Nachteil auf, dessen man sich bewusst sein muss vor dem Kauf!!! Die Druckgröße ist bedingt durch den kleinen Bewegungspielraum der umgebauten Laufwerke gerade mal so 40 x 40 mm.

Anschluss:

Angeschlossen wird der Laser mit dem bekannten USB-Druckerkabel an den PC. Software gibt es erstmal nur für Windows, wobei ich gesehen habe, dass es wohl auch für OSX was geben soll. Neben dem Datenkabel muss auch ein weiteres Kabel mit einer USB-buchse auf der einen und einem runden Netzanschluss auf der anderen Seite angeschlossen werden. Der Laser benötigt ein nicht beigelegtes 2A USB-Netzteil.  Beide USB-Kabel würde ich NICHT(!!!!) an den PC anschließen, da dieser auf seinen USB-Ports meist nur max. 500mA liefert. Ich weiß nicht wie gut die Anschlüsse so abgesichert sind, aber damit könnte man sich auch neben dem Laser gleich seinen PC „schrotten“

Also gilt: Unbedingt ein separates 2A USB-Netzteil zur Stromversorgung verwenden! 

Ich habe so eines genommen: Aukru USB Stromadapter 5V 2000mA – hier kaufen –

Software:

Die Software selber ist recht einfach. Man verbindet den Laser und kann aus einer Masse an Vorlagen ein Bild wählen oder man zieht es per Drag&Drop in die mittlere Fläche hinein. Rechts lassen sich verschieden Punkte einstellen. Mit Effekt A und Effekt B wird das Druckbild angepasst. Da der Laser nur rein schwarz/weiss unterstützt, werden die Bilder hier entsprechend angepasst und schattiert um druckbar oder besser nachher auch sichtbar zu sein.  Die Position des Drucks lässt sich verschieben und ein Text kann hinzugefügt werden. Mit den Symbolen unter den Richtungspfeilen wird der Laser eingeschaltet und zeigt mit einem Lichtstrahl auf dem Werkstück an wo er drucken wird. So lassen sich Anpassungen schnell erledigen. Mit dem Klick auf Beginnen rennt der Laser los!!!  ALSO VORSICHT!  Erst die Schutzscheibe anbringen bevor gedruckt wird!! Und eine Schutzbrille verwenden! s.u. 

Ganz unten lässt sich mit einem Regler die Intensität des Laser einstellen. Eigentlich ist der Laser immer gleich stark, es wird hier einfach die Brenndauer gesetzt. Da muss man etwas experimentieren mit um ein Gefühl zu bekommen, welches Material welche Brenndauer benötigt.

Wenn die Schutzscheibe angebracht ist, kann fast schon „gedruckt“ werden. Jedoch zuerst noch sollte der Laser fokussiert werden. Dazu legt man auf das zu bedruckende Objekt eines der mitgelieferten dunklen Pappblättchen auf, nimmt die grüne Fokussierhilfe zur Hand und schaut durch das grüne Glas auf den Lichtpunkt. Am Laser befindet sich ein silberner Kopf der gedreht werden kann. Hiermit stellt man den Leuchtpunkt so ein, dass er punktuell die kleinste Fläche anzeigt, die sich einstellen lässt.

Jetzt kann wirklich gedruckt werden doch vorher noch ein Ratschlag:

Ich empfehle dringend den Kauf einer zusätzlichen Schutzbrille!!! Ob die, die ich gekauft habe, jetzt gut genug ist, weiß ich leider nicht. Laserschutzbrillen werden meist nach Laserklassen und Wellenlänge des jeweiligen Lasers verwendet. (Da könnte man  sicher einen eigenen Beitrag von machen…..)

Hat man eines der mitgelieferten Sperrholzplättchen in den Laser gelegt, den Druck gestartet, so sieht man wie dieser jetzt das Bild in das Holz brennt.

Das YouTube Video zeigt den Laser bei der Arbeit.

Anbei noch ein paar Bilder von gelaserten Teilen:

Die 50 und die 37 auf den Bildern mit dem Pferd stehen jeweils für meine verwendete Brenndauer in Millisekunden.

 

Fazit: 

Die Ausdrucke können sich sehen lassen!  Ich weiß noch nicht so recht was ich damit jetzt groß mache, aber der Anfang ist gemacht. Lasern lassen sich Holz, dickes Papier, Leder und auch Kunststoff. Diesen aber nicht in allen bekannten Sorten. Muss man halt probieren. Metall sowie durchsichtige oder klare Objekte lassen sich nur schwer oder wenn nur mit Tricks beschriften. Da gehe ich jetzt nicht näher drauf ein.

Es ist ein nettes Spielzeug. Aber auch eines mit einem gewissen Grad an Gefährlichkeit! Für Kinder halte ich das Gerät für absolut nicht geeignet. Es ist ein Laser und der brennt alles ab, was ihm gerade passend vor seinen Fokus kommt. Da macht er auch beim Augenlicht nicht halt!!!  Wer sich so ein Gerät kauft, der muss wissen was er macht!

Ordnungsgemäß verwendet mit eine Schutzbrille und das Gerät vorher eingehaust und gesichert, kann man damit schön und sehr einfach gravieren! Kaum ein anderes elektronisches Gerät lässt sich so einfach in Betrieb nehmen und benutzen.

Sprachlos bin ich einfach auch beim Preis. Für je nach Anbieter um die 100€ herum bekommt man ein Gerät, das einfach macht wozu es gedacht ist.

Und weiter ohne Worte bin ich beim Thema Sicherheit. Den Laser nur mit einer(!) Schutzscheibe auszuliefern und den Rest rundherum offen zu lassen, grenzt schon fast an Vorsatz…Ich kann nur empfehlen die Seiten und oben(Achtung! Auf genug Lüftung achten!) zu verschließen. Meinetwegen mit schwarzen Acrylplatten, oder man stellt eine geschlossene große Kiste über den Drucker. Sonst würde ich den nicht einfach so betreiben, denn zu schnell schaut man unbedacht von einer der offnen Seiten in den Laser.  Der mag ja sein Licht nicht so streuen, je nach Material, aber wer es doch mal mit Metall versucht, der bekommt eine Streustrahlung vom Feinsten ab! Von daher schon gehört der Laser komplett eingehaust.

Ach ja, ich wurde gefragt ob der stinkt. Gute Frage. Wenn ich Holz oder dickes Papier laser, dann riecht es nach verbranntem Holz. Bildlich gesprochen so wie bei einem Kamin, wo man loderndes Holz riecht. Unangenehm fand ich das jetzt nicht, wie gesund das ist möchte ich aber auch nicht wissen. Genug gelüftet sein sollte der Raum wo gelasert wird dann doch wohl.

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